Ein Schriftsteller für Frieden und Demokratie
Der Dramatiker, Lyriker und Romancier Fritz von Unruh wurde am 10. Mai 1885 in Koblenz geboren. Nach seiner Zeit als Offizier bis 1912 prägten ihn die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges nachhaltig. Er wandte sich dem Pazifismus zu und widmete sich fortan der Schriftstellerei. Als einer der bedeutendsten Autoren des deutschen Expressionismus erlangte er vor allem mit seinem Drama Ein Geschlecht große Anerkennung.
In Diez fand Fritz von Unruh eine wichtige Lebens- und Wirkungsstätte. Von hier aus pflegte er einen intensiven Briefwechsel mit zahlreichen Schriftstellerkollegen, Künstlern, Verlegern, Wissenschaftlern und Politikern, darunter Gerhart Hauptmann, Hermann Hesse, Franz Werfel, Carl Zuckmayer, Thomas Mann und Max Reinhardt.
Auch als Redner setzte er sich für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit ein. Zu seinen bekanntesten öffentlichen Auftritten zählt die „Rede an die Deutschen“, die er 1948 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche hielt.
Fritz von Unruh starb am 28. November 1970 in Diez an der Lahn. Seine letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Neuen Friedhof. Die Gedenktafel am Haus Eberhard erinnert an den Diezer Ehrenbürger und sein bedeutendes Wirken.