Ein Aussichtspunkt mit königlichem Namen
Am südöstlichen Rand der Dörnberger Gemarkung öffnet sich der Wald zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Region. Rund 150 Meter über der Lahntalsohle bietet das Plateau einen beeindruckenden Blick auf Laurenburg, die hoch über dem Fluss thronende Burg und die reizvolle Landschaft des Lahntals.
Die Bezeichnung „Marienhöhe“ lässt eine Verbindung zur Gottesmutter Maria vermuten. Tatsächlich erinnert sie an ein historisches Ereignis: Am 29. Mai 1861 wurde der Felsen im Beisein von Erzherzog Stephan von Österreich und seiner Stiefschwester Marie, der Gemahlin des belgischen Königs Leopold II., feierlich eingeweiht. Zu Ehren der königlichen Besucherin erhielt der Aussichtspunkt seinen bis heute gebräuchlichen Namen.
Der Dörnberger Lehrer Johannes Dobra hatte den Platz zuvor gemeinsam mit seinen Schulkindern als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft gestaltet. Die Schulchronik berichtet von einem festlichen Empfang mit Böllerschüssen, Chorgesang und der Weiherede von Pfarrer Deißmann, der den Felsen feierlich der Öffentlichkeit übergab und ihm den Namen „Marienhöhe“ verlieh.
Bis heute lädt die Marienhöhe dazu ein, innezuhalten, den weiten Blick über das Lahntal zu genießen und einen Ort zu entdecken, an dem sich eindrucksvolle Landschaft und lebendige Ortsgeschichte auf besondere Weise verbinden.