Zwischen Felsen, Lahn und Geschichte
Wer den Lahnwanderweg entlangwandert, sollte die Wolfslay nicht verpassen. Rund 500 Meter vom Aussichtspunkt Marienhöhe entfernt, bietet sich hier ein weiter Blick über das Lahntal bis zum Dörnberger Ortsteil Kalkofen. Die besondere Lage macht den Felsen zu einem schönen Platz, um kurz innezuhalten und die Landschaft auf sich wirken zu lassen.
Unterhalb der Wolfslay liegen die Schleusenanlage und das leistungsfähige Wasserkraftwerk der Süwag. Rund acht Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Strom werden hier im Jahresdurchschnitt erzeugt – genug, um rund 2.400 Haushalte zu versorgen.
Eine gepflegte Schutzhütte lädt zum Verweilen ein. Hier lässt sich eine kleine Auszeit genießen und die Ruhe der Umgebung auf sich wirken lassen.
Auch der Name „Wolfslay“ erzählt eine Geschichte: Die Dörnberger führen ihn auf die Wölfe zurück, die hier in früheren Jahrhunderten gelebt und immer wieder ihr Unwesen getrieben haben sollen.
Was bedeutet eigentlich „Lay“?
Nach Ansicht der Keltologen der Universität Trier geht „Lay“ – auch „Ley“, „Lei“ oder „Lai“ genannt – auf das keltische Wort lika beziehungsweise likka zurück und bedeutet „Steinplatte“. Der Begriff wird außerdem für Felsabbrüche, Felswände und Felsplatten verwendet. Auch Schiefer- und Tonschiefergestein sowie allgemein Fels oder Klippen werden damit bezeichnet.
Die Wolfslay verbindet Natur, Geschichte und einen besonderen Ausblick auf das Lahntal – ein lohnender Zwischenstopp auf dem Lahnwanderweg.